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1 Januar 2021 Anwenderberichte
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Universitätsklinikum Poitiers, GLIMS

Laborinformationssystem GLIMS
am Universitätsklinikum Poitiers

Durch das Upgrade auf GLIMS 9 profitiert das Labor des CHU in Poitiers von noch individuelleren Konfigurationsmöglichkeiten und verbesserter Ergonomie.

DIE HERAUSFORDERUNG

Das erste Labor in Frankreich, das auf GLIMS Version 9 migrierte.

DAS ERGEBNIS

Weniger Mausklicks und ein schnellerer, intuitiverer Workflow. Sofort erkennbare Leistungsverbesserungen.

KUNDENPROFIL

Universitätsklinikum

5 Mio. Analysen pro Jahr

10 Laborabteilungen

Poitiers, Frankreich

Aufgrund seiner engen und langjährigen Beziehung zu MIPS hat das Universitätsklinikum Centre Hospitalier Universitaire in Poitiers, kurz „CHU“, als erstes Labor in Frankreich die Migration auf GLIMS Version 9 vorgenommen. Das Klinikum und Labor, bei dem das GLIMS-Laborinformationssystem (LIS) bereits seit 2005 erfolgreich im Einsatz ist, profitierte inmittelbar von der höheren Flexibilität und besseren Ergonomie. „Jetzt können unsere Anwender mit nur einem Mausklick Aufgaben erledigen, für die bislang sieben oder acht Arbeitsschritte bzw. Mausklicks notwendig waren“, erklärt Florent Ribardière, Bioinformatiker für den Fachbereich Biologie des Klinikums. „Außerdem können alle Laborabteilungen problemlos ihre eigene Konfiguration verwalten. Die Leistungsverbesserungen waren sofort deutlich zu erkennen.“

Neue Wege einschlagen

Das CHU in Poitiers ist das einzige Universitätsklinikum in der Region Poitou-Charentes, die mehr als 1,8 Mio. Einwohner hat. Mit einer Kapazität von etwa 1.900 Betten bietet das Klinikum eine umfassende Palette von Leistungen für die Akutversorgung, Nachbehandlung und stationäre Versorgung von Patienten.

Als 2005 ein neues Gebäude errichtet wurde, beschloss das Klinikum, seine 18 geografisch voneinander getrennten Labore zu zentralisieren und in zehn Laborabteilungen neu zu ordnen. „Wir hatten vier verschiedene LIS“, so Florent Ribardière, der zu der Zeit noch Labortechniker war. „Zur Standardisierung der Arbeitsverfahren in den verschiedenen Laborabteilungen haben wir uns für GLIMS entschieden, weil es die flexibelste Lösung war und unseren individuellen Bedürfnissen am besten gerecht wurde.“ In der Folgezeit, insbesondere 2010 im Rahmen der Implementierung von CyberLab, einem Order Entry-System, hat das CHU seine Zusammenarbeit mit MIPS intensiviert.

2015 führte das Labor insgesamt 5.066.077 Analysen durch, davon ca. 75 % für das CHU selbst und die restlichen 25 % für externe Auftraggeber. Zur Konsolidierung seiner Leistungen unterzeichnete das Labor 2013 auch einen Vertrag mit dem Krankenhaus in Montmorillon, um einen zentralen Laborservice für mehrere Standorte einzurichten.

Zu den entscheidenden Vorteilen von GLIMS für das CHU von Poitiers gehörte, dass MIPS nun auch die Akkreditierungsanforderungen unterstützt. „Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Länder diese Problematik kennen. Labors in Frankreich müssen sehr strenge Auflagen für die Akkreditierung erfüllen“, erklärt Alexandre Pavy. „MIPS hat uns Dokumente mit Informationen zur Verfügung gestellt, welche Anforderungen normgemäß einzuhalten sind und wie sie von GLIMS erfüllt werden. Ein Hauptvorteil von GLIMS ist die Rückverfolgbarkeit: Denn wir können genau erkennen, wer welchen Schritt zu welchem Zeitpunkt vorgenommen hat. Ein großer Vorteil für uns!“

Schnelle, individuelle Konfiguration

Florent Ribardière und Alexandre Pavy hatten frühere GLIMS-Upgrades bereits miterlebt, waren sich jedoch von Beginn an darüber im Klaren, dass Version 9 etwas ganz Besonderes war. „Diese Version hat eine völlig andere ergonomische Benutzeroberfläche“, erklärt Florent Ribardière.

Zu Beginn der Aufrüstung hat das CHU-Team die Vorkonfiguration durchgeführt, damit das MIPS-Team die Migration schnell und reibungslos vornehmen konnte. „Erwartungsgemäß war der Konfigurationsaufwand, neben der Anwenderschulung, recht hoch“, erklärt Alexandre Pavy. „Doch alles verlief ganz reibungslos und innerhalb des erwarteten Zeitrahmens.“ Die Migration auf GLIMS 9 fand über Nacht statt – ohne nennenswerte Probleme.

Als Version der nächsten Generation bietet GLIMS 9 eine neue, benutzerfreundlichere Oberfläche, die den Zeitaufwand für die Anwenderschulung verringert. Da die Lösung vollständig konfigurierbar ist, kann das Krankenhaus den Inhalt von Bildschirmen und Berichten (Befunden) definieren und die Lösung sogar für bestimmte Anwender individuell anpassen. „Wir haben beschlossen, die Benutzeroberfläche selbst zu gestalten“, sagt Florent Ribardière. „In der Vorgängerversion gab es Dropdown-Menüs, in denen der Benutzer die gewünschte Option sukzessive auswählen und dabei manchmal durch fünf oder sechs Ebenen navigieren musste. Dafür waren sieben oder acht Mausklicks notwendig. Die Menüs ließen sich nicht entsprechend den Wünschen und Bedürfnissen der einzelnen Abteilungen konfigurieren.“

Praxisorientierte, benutzerspezifische Arbeitsumgebung

Mittlerweile habe jede Laborabteilung ihre eigene Benutzeroberfläche, erklärt er. „Daher sollten auf dem zentralen Abteilungs-Startbildschirm die am häufigsten verwendeten Funktionen zu finden sein. Die Oberfläche ist nun viel übersichtlicher, und durch die individuelle Konfiguration können Benutzer jetzt enorm viel Zeit einsparen!“

Jeder Laborbereich richtete eine Arbeitsgruppe ein, um seine Benutzeroberfläche auf Basis seiner konkreten Anforderungen und notwendigen Funktionen für seine Anwender zu entwickeln und zu gestalten. Im Anschluss wurden die Seiten vom CHU-Team konfiguriert. „Die Entwicklung der ersten individuellen Benutzeroberfläche hat recht viel Zeit in Anspruch genommen, weil alles so neu war. Doch danach ging alles sehr zügig“, erinnert sich Alexandre Pavy.

Aus Sicht des Krankenhauses sollte jede Abteilung die Konfiguration weitgehend selbst bestimmen, doch gleichzeitig eine gewisse Einheitlichkeit wahren. Alexandre Pavy und Florent Ribardière haben die Hauptanwender in den einzelnen Abteilungen in die benutzerspezifische Konfiguration eingewiesen. „Jetzt müssen wir meist nur noch bei Schwierigkeiten unterstützend eingreifen. Ansonsten sind sie für ihre eigene Konfiguration verantwortlich. Somit verfügen die Anwender jetzt über die notwendigen Tools für ihre Arbeit – ein hervorragendes Gleichgewicht zwischen einheitlicher und individueller Konfiguration“, so Florent Ribardière.

Die Anwenderschulung fand vor der Inbetriebnahme des Upgrades statt. „Auf diese Weise konnten wir die Anforderungen der Norm NF EN ISO 15189 einhalten, wonach das Labor die Anwender in die Labormanagement-Software einweisen muss“, sagt Florent Ribardière. „Da die neue Benutzeroberfläche auf Widgets basiert, ist sie ausgesprochen intuitiv und leicht zu erlernen. Auch unerfahrene Anwender finden sich schnell zurecht und kennen im Handumdrehen die drei oder vier für sie wichtigsten Schaltflächen.“

GLIMS standortübergreifend im Einsatz

Als das CHU Poitiers im Jahr 2013 sein externes Labor im Krankenhaus von Montmorillon einrichtete, wurde GLIMS
sofort implementiert. „Das Labor im Krankenhaus von Montmorillon hatte ein anderes Laborinformationssystem.
Daher haben wir es auf unser GLIMS, damals noch Version 8, umgestellt“, erklärt Florent Ribardière. „Bei der Migration auf Version 9 gab es keine größeren Probleme, weil GLIMS für das Labormanagement an mehreren Standorten konzipiert ist.“

Durch diese neueste GLIMS-Version hat MIPS sich aufs Neue als vertrauenswürdiger Partner des CHU in Poitiers erwiesen. „Wir sind mit GLIMS wirklich sehr zufrieden. Mit seiner innovativen Benutzeroberfläche und seinen leistungsstarken, flexiblen und noch anwenderfreundlicheren Tools wird es unseren Bedürfnissen und Erwartungen in jeder Weise gerecht. Außerdem lässt es sich problemlos an neue Anforderungen anpassen“, erklärt Florent Ribardière abschließend.

Lösung und Vorteile

Die Lösung – GLIMS 9:

  • Umfassende Funktionen für verschiedenste Laboruntersuchungen in den Bereichen Biochemie, Hämatologie, Immunologie, Pharmakologie, Toxikologie usw.
  • Skalierbare Lösung für mehrere Standorte, die eine zentrale Datenbank verwenden.
  • Problemlose, flexible Parametrisierung (individuelle Konfiguration) nach Profil, Rolle oder Benutzer.
  • Grafische Darstellung der Arbeitsabläufe.
  • Unterstützung der Norm ISO 15189 mit verschiedenen Funktionen, wie u. a. der vollständigen Rückverfolgbarkeit von Aktionen.

Die Vorteile:

  • Bessere Ergonomie zur Verringerung des Schulungsaufwands und Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit.
  • Beschleunigung der Arbeit des Laborpersonals; höhere Mitarbeiterproduktivität durch weniger Arbeitsschritte.
  • Einfache Parametrisierung zur optimalen individuellen Konfiguration in einem einheitlichen, gemeinsam genutzten System.
  • Erweiterungsfähigkeit für den Einsatz an mehreren Standorten, zum Beispiel zur Unterstützung der Expansion des Krankenhauses.

Dieses leistungsstarke, flexible System ist jetzt noch benutzerfreundlicher und lässt sich problemlos an neue Anforderungen anpassen.

Florent Ribardière, Bioinformatiker